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Ein Blick in die Geschichte

hgv_schild Rosbach vor der Höhe
Aufstrebende Stadt im Vordertaunus


Die Stadt Rosbach v.d. Höhe befindet sich südwestlich der Kreisstadt Friedberg im westlichen Wetteraukreis. Die am Taunusrand gelegene Stadt entstand Anfang der siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts durch den Zusammenschluss der Stadt Ober-Rosbach mit den bis dahin selbständigen Gemeinden Nieder-Rosbach und Rodheim vor der Höhe.

Im Jahr 884 erstmals urkundlich erwähnt, belegen Bodenfunde in der Gemarkung Rosbach jedoch bereits Ansiedlungen in bandkeramischer und keltischer Zeit. Rodheim wurde erstmals 804 in einer im Lorscher Kodex dokumentierten Schenkungsurkunde erwähnt.

Magistrat und Stadtverordnetenversammlung bemühen sich um eine gemeinsame Entwicklung der drei Stadtteile, obwohl ein Zusammenwachsen durch die große Entfernung von Rodheim zu den Stadtteilen Ober- und Nieder-Rosbach nicht möglich ist. Rosbach mit seinen Stadtteilen hat sich in den letzten Jahren zu einem beachtlichen Gewerbestandort und beliebten Wohnort entwickelt.

Der Anschluss zur naheliegenden Autobahn Frankfurt – Kassel und der Bahnanschluss stellen bequeme Verbindungen von Rosbach nach Friedberg, Bad Homburg und Frankfurt/Main her.

Die Einwohnerzahl der Stadt Rosbach betrug 12540 am 30.06.2008.

Stadtteil Ober Rosbach

brunnen_und_altes_rathaus Nach der Kaiserlichen Schenkung aus dem Jahre 884 an das Kloster Fulda ging Ober-Rosbach später in den Besitz von drei verschiedenen „Herren“ über: es war dann also „dreiherrig“.

Es entstanden eine Stadtmauer rund um den Ort mit kräftigen Toren und Türmen, von denen der wohlbekannte Wehr- und Wohnturm heute die gut geordneten und reichhaltigen Archive der Stadtteile von Ober- und Nieder-Rosbach beherbergt.

Vor dem 15. Jahrhundert erwarb das Haus Marburg des Deutschen Ritterordens in der gemeinsamen Gemarkung Landbesitz, den es Jahrhunderte lang behalten sollte.

Ab 1454 gehörte zunächst ein Viertel von Ober-Rosbach den Grafen von Katzenelenbogen, die 1479 von den Landgrafen von Hessen-Darmstadt beerbt wurden.

1482 wurde das Ober-Rosbacher Weistum (Aufzeichnungen von Rechtsgewohnheiten und Rechtsbelehrungen im Mittelalter) aufgeschrieben.

Der Ort, der dem Landgrafen von Hessen-Darmstadt, dem Kurfürsten und Erzbischof von Trier und dem Grafen von Nassau gehörte, war um 1500 Etappenstation der hessischen Geleitreiter zwischen der Messestadt Frankfurt und Butzbach. Sie sicherten u.a. die uralte Wein- bzw. Wagenstraße, die von Holzhausen kam und über den Marktplatz von Ober-Rosbach zur Hasselhecke führte.

1533 erfolgte die Reformation durch den protestantischen Pfarrer Wolfgang Faber, der vorher in Friedberg amtierte.

Laut Erasmus Alberus (um 1543) „wechst da auch Wein" an den Hängen der Höhe, dort wo später die vielen Kirschbäume blühten.

1550 errichteten die Ober-Rosbacher ihr Rathaus am Marktplatz, das heute noch für Veranstaltungen genutzt wird.
Der Dreißigjährige Krieg brachte Plünderungen, Hunger und Tod. Während des Krieges verkaufte die Grafschaft Nassau ihren Anteil an den Landgrafen von Hessen Darmstadt. 1661 erwarb Hessen durch Tausch auch den dritten Teil.

Ober-Rosbach erhielt 1663 die Stadtrechte. Darin war u.a. auch das Recht enthalten, jährlich zwei Märkte abhalten zu dürfen.

Durch die Stadtrechte und den dadurch bedingten wirtschaftlichen Aufschwung nahm die Bevölkerung stark zu. Damit war die Bebauung der „Vorstadt" außerhalb der Stadtmauer erforderlich.

Mit dem Neubau der evangelischen Stadtkirche wurde 1757 begonnen.

Der Amtmann Johann Georg Hoffmann legte 1776 den ersten Kirschgarten am Pfingstborn an.

Zum Ende des 18. Jahrhunderts brachten die Revolutionskriege schwerste Belastungen für die Bevölkerung. Wieder gab es Einquartierungen, Plünderungen und vielfältige Drangsalierungen durch die zügellos durch den Ort ziehenden Truppen.

Es folgte das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Napoleons Soldaten marschierten durch Rosbach und einige Rosbacher Bürger mussten sich ihnen anschließen und nach Spanien und Russland folgen.

Ab 1820 fielen die Wehranlagen. Die Stadt verlor die Gerichtsbarkeit, deren Symbole Schwurhand, Rad und Schwert, sich heute noch am Alten Rathaus befinden.

Die Renovierung des alten Marktbrunnens fand 1833 statt.

Der Manganerzbergbau in der Zeit von 1850 bis 1926 mit seinen fast 80 Grubenbauen, brachte neben vielen technischen Erneuerungen einen beachtlichen Bevölkerungszuwachs.

Im Jahre 1840 ist die Landstraße zwischen Friedberg und Ober-Rosbach gebaut worden und 1901 folgte die Eröffnung der Eisenbahnlinie.

Die bisher gemeinsame Gemarkung ist 1912 im Verhältnis 2/3 Ober- zu 1/3 Nieder Rosbach aufgeteilt worden.

Der 1. Weltkrieg brachte schmerzliche Verluste, die im letzten Krieg noch viel, viel höher lagen.

An Adolf Reichwein, den Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime und Reformpädagogen, erinnern der Name einer Ortsstraße, der großen Festhalle und eine Gedenktafel am Marktplatz.

Rund 600 Vertriebene aus den Ostgebieten hatte Ober-Rosbach als Folge des Krieges 1946/47 aufzunehmen.

Nach der Währungsreform 1948 begann auch in Ober-Rosbach der Aufschwung.

Am 30.06.2008 wohnten in Ober-Rosbach 4985 Einwohner.

Stadtteil Nieder-Rosbach

wasserburg Nieder-Rosbach besitzt zwei auffallende Gebäude, die alte Wasserburg und einen modernen Produktionsbetrieb, die Rosbacher Mineralwasserquelle. Bei Ausschachtungen in diesem Quellgebiet wurden vor wenigen Jahren eisenzeitliche Fundstücke entdeckt, während in der Gemarkung auch jungsteinzeitliche und römische Funde gemacht wurden. Der Boden Nieder-Rosbachs ist also sehr geschichtsträchtig.

Für eine Ersterwähnung kann ebenso wie für Ober-Rosbach das Jahr 884 angenommen werden, da man nicht genau sagen kann, welches Rosbach von Karl III. seinerzeit gemeint war.

Eine Urkunde des Jahres 1321 betrifft die Schenkung eines Altars an die Pfarrkirche zu Nieder-Rosbach.

Die Burg wurde 1356 zum ersten Male genannt.

1433 gehörte Nieder-Rosbach zur Grafschaft Nassau-Saarbrücken. 1432 bis 1481 war Helfrich Buches zu Berstadt der Besitzer der Burg, die 1503 an Anna Buches zu Staden überging. Diese heiratete Friedrich von Greiffenclau zu Vollraths. Anschließend blieb die Burg bis 1816 im Besitz der Reichsgrafen von Greiffenclau zu Vollraths. Das heutige Aussehen der Burg entstand beim Neubau 1710.

1770 erhielt die Kirche ein neues Kirchenschiff und der Turm einen höheren Aufsatz.

1792 bis 1798 hatte auch Nieder-Rosbach unter den vielen Einquartierungen französischer, hessischer und anderer Truppen sehr zu leiden, wurde 1796 sogar drei Tage lang geplündert. Wenige Jahre später kamen 1813 auch noch verbündete Russen in das kleine Dorf.

Die Eisenbahnstrecke Friedberg - Bad Homburg schloss 1901 auch Nieder-Rosbach an die große Welt an. Der Bahnhof entstand an der Grenze von Nieder-Rosbach und Ober-Rosbach.

1912 kam es nach jahrelangen Verhandlungen zur Trennung der bis dahin gemeinsamen Gemarkung von Nieder- und Ober-Rosbach.

Die Wasserburg ging 1913 in den Besitz der Gemeinde über und wird bis heute für verschiedene Zwecke sinnvoll genutzt.

Nieder-Rosbach erhielt 1913, wie viele umliegende Ortschaften, elektrisches Licht und 1927 eine Wasserleitung und Kanalisation.

1970 schloss sich Nieder-Rosbach freiwillig mit Ober-Rosbach zusammen.

Am 30.06.2008 gab es in Nieder-Rosbach 2535 Einwohner.



 Emule